“Cool sein - cool bleiben”
Handlungskompetenz in Gewaltsituationen

Allgemeines
“Cool sein - Cool bleiben” ist ein reines Gewaltpräventionstraining, das 2000 vom Kinderbüro Frankfurt entwickelt wurde,  und zielt darauf ab, Handlungskompetenz in sich anbahnenden Gewaltsituationen zu bewahren. Das Programm ist keine Selbstverteidigung und kein Anti-Aggressionstraining und keine Mediation. Ziel ist vielmehr, Gewaltsituationen zu erkennen und zu vermeiden.

Hierauf könnte dann ein Gewalt-Deeskalationstraining aufbauen, in dem auch Möglichkeiten erarbeitet und Verhaltensalternativen trainiert werden, sich in Gewaltsituationen zu behaupten.

Die Prämisse des Trainings “Cool sein - cool bleiben” lautet: Schülerinnen und Schüler, die einen bewussten Zugang zu Situationskonstruktionen, Handlungsabläufen und Risiken bei

  • Provokationen
  • ungewollten körperlichen Begegnungen (versehentliches Anrempeln) und
  • gewalttätigen Vorfallen

haben, stehen weniger in der Gefahr, sich in gewalttätige Auseinandersetzungen verwickeln zu lassen und zu verletzen, also selbst Opfer zu werden.

Konzept:          
Das Programm “Cool sein  - cool bleiben” will ein klares Verständnis davon vermitteln, wie gewalttätige Situationen aufgebaut sein können und welche Verhaltensmöglichkeiten junge Menschen haben, einen Konflikt anzunehmen oder abzuwehren (1. Trainingseinheit)

In der 2. Trainingseinheit sollen sie Handlungsmuster erlernen, die einen sofortigen Ausstieg aus der bedrohlichen Situation ermöglichen, indem sie das “Magnetfeld”, das der Angreifer/Täter aufbaut, verlassen, sich von ihm entfernen und möglichst Öffentlichkeit herstellen.

Die 3. Trainingseinheit hat “richtiges Helferverhalten” zum Inhalt. Die Helferaktivitäten sind auf das Opfer gerichtet und haben zum Ziel, das Opfer aus dem “Magnetfeld” des Täters zu entfernen und den Tatvollzug durch eigenes Verhalten zu stören und auf diese Weise zu beenden.

In der 4. Trainingseinheit werden die erarbeiteten und erprobten Verhaltensmuster noch einmal aufgegriffen und können - vornehmlich in Rollenübungen  - anhand ausgewählter kritischer Situationen,
z. B. Belästigungs- und Bedrohungssituationen auf dem Schulhof oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, vertieft werden.

Inhaltlich gibt es zwar Überschneidungen mit anderen Konzepten, z. B. dem Gewalt-Deeskalationstraining oder dem Zivilcouragetraining, gleichwohl verfolgt “Cool sein - cool bleiben” einen eigenen Ansatz zur Gewaltprävention.

Das Programm ist auf zwei Tage angelegt und besonders geeignet für Schülerinnen und Schüler der 5. bis 10. Klassen.

>> Programmdarstellung “Cool sein  - cool bleiben”

>> Eindrücke vom Training: Marienschule in Emsdetten

>> Eindrücke vom Training: Ritzefeld Gymnasium Stolberg

>> Verbundschule (Winterberg-) Siedlinghausen unterstützt WDR (WDR5, KiRaKa) beim  Rundfunkbeitrag “Krieg und Frieden”

 

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Das “Haus der Gewalt”  >>>

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Multiplikatoren-Qualifizierung für “Cool sein - cool bleiben”

Zielgruppe:
Polizeiangehörige, Lehrerinnen und Lehrer, Pädagogen (Schulsozialpädagogen), Psychologen der Jugendhilfe, selbstständige Konflikt- und Gewalt-Deeskalationstrainerinnen und -trainer

Ziele:
Die Teilnehmenden

  • identifizieren sich mit dem Präventionsprogramm "Cool sein - cool bleiben" und
  • setzen sich aktiv mit den Inhalten und Methoden des Programms "Cool sein - cool bleiben" auseinander und beherrschen sie anwendungssicher

Inhalte:
Die Inhalte entsprechen dem Programm, mit methodisch-didaktischen Hinweisen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

Programm:
Folgt aus den Zielen und Inhalten und wird hinsichtlich der Trainingsschwerpunkte (z. B. wegen Vorerfahrungen mit Deeskalationstrainings) mit dem Auftraggeber und der Gruppe abgestimm

Dauer:
2 Tage

Ort:
Wird vom Auftraggeber festgelegt

Methoden:
Wir trainieren interaktiv und erwarten, dass

  • sich die Teilnehmenden an den Übungen beteiligen und die Wirkungen selbst erleben und
  • Übungen in der Gruppe nach entsprechender Vorbereitung auch selbst moderieren ("Microteaching")

Vergütung / Kosten:
Die Trainingsvergütung wird individuell mit dem Auftraggeber vereinbart. Zusätzlich fallen Kosten für Fahrt, Unterbringung und Verpflegung an.

Wir bieten:

  • Training im 2-er-Team (Trainerin, Trainer)
  • Einsatz des erforderlichen Trainingsmaterials (Requisiten, Übungsunterlagen, Arbeitsblätter)
  • ggf. Einsatz eigenen Moderationsmaterials (z. B. Moderationswände, Flipchart, Moderationskarten und Stifte) und eigener Präsentationstechnik (z. B. Daten- und Videoprojektor)
  • Dokumentation des Verlaufs, aller erarbeiteten visualisierten Ergebnisse und Übungsszenen in einem “Handbuch”; unterstützende Beratung auch nach der Beendigung des Trainings
  • aussagefähige Teilnahmebescheinigung

Zertifikat:
Über die erfolgreiche Teilnahme an dem Deeskalationstraining erhalten die Teilnehmer/innen eine Teilnahmebescheinigung*) und ein schriftliches Detailprotokoll.

*  Die Teilnahmebescheinigung wird von der Gewaltakademie Villigst als Teilnahme an einem „Fremdtraining"  einer Partnerausbildungsgruppe anerkannt

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